Story

Urlaubsbericht: Sardinien 2004

1.Tag: Sa. 16.10.04

6.00 Uhr Treffpunkt in der Basis. Verzweifeltes warten auf Schmazaboobbele, der uns zum Abschied ein Frühstück versprochen hatte. 6.15 Uhr Ankunft unseres total am Boden zerstörten Kameraden Schmazaboobbele. Er hatte den leidigen Versuch unternommen, seinen Frust mit einer Flasche Whisky zu ertränken. Nach 20 Eiern hatten wir wieder alles im Griff und traten unsere Reise mit zwei S.A.M.S - Sprintern an. Unser Bruder Schmazaboobbele konnte seine Tränen nicht unterdrücken und gab uns ein Lunchpaket mit. Dank und Anerkennung hierfür - hierauf trinkt die Vorhut vier Mirto. Auf der A7 haben wir zwei nicht weiter nennenswerte Mädchen kennen gelernt (0170/4840387), die Naked Gun jedoch nur mit seinem nackten Arsch anschaute. Darauf nahmen diese die nächste Ausfahrt. Das erste ph 7 Verbrechen war somit vereitelt. Über den Fernpass und die A12 folgte der erste Stopp. Ziel desselben war es, Getränke für die bekloppd.den zu bunkern. Nach erfolgreichem Sturm des Supermarktes, waren wir innerhalb kürzester Zeit im Besitz von Stiegel und Zipferbier. Zu unserem Erstaunen fanden wir ein uns bis dahin unbekanntes Getränk, welches wir unserem Präsi widmen werden: „Null Komma Josef – bleifrei“. Nachdem die Sprinter tiefer gelegt waren, wurde die Fahrt automatisch aggressiver, bis wir am Brenner von einer Schar von Schneepflügen gestoppt wurden. Kaum zwei Stunden später konnten wir unsere Fahrt auf weißen Straßen fortsetzen. Nach zügiger Fahrt erreichten wir um 17.45 Uhr den Fährhafen Livorno. Nach einem beschleunigten Einschiffen, öffneten wir die x-ste Dose Bier. Hier holten uns die Tränen unseres Bruders Schmazaboobbele ein und bescherten oos a sau Gwidder. Nach einem weiteren Bier und sonstigen Spirituosen war die Luft zum Schneiden nahe und wir fielen ins Null Kooma Josef.

2.Tag: So. 17.10.04
Nach vier Stunden Schlaf wurden wir durch eine Frau in unserer, in Karantäne befindlichen, Kajüte geweckt. An der Mezgerschen Basis angekommen, wurden die Sprinter sauber rückwärts zum Ausladen eingeparkt – grrrrchchcht! Rekordverdächtiges Ausladen und Beginn des kontrollierten Biertrinkens. Unser Grillmeister Karl-Heinz-Töpfle warf den Grill an und bescherte uns ein gutes Frühstück: Schweinehals, Schweinebauch, Salat und … Bier (1000. erbärmlich stinkender Fuurzt). Unser Leitspruch seit dieser Erfahrung: „Dat schlimme is net de Jestank, dat Schlimme is dat Brennen in de Aujen“. Kurze Ansprache unseres Führers „Schwester Stefanie“. Zimmervergabe und Verlesen der Hausordnung:kein Urinieren in den Gartenkeine Kippen in den Gartenkein Masturbieren in den GartenNach Aufstockung der Haushaltskasse durch unseren Kassenwart E-Bärle kurzes Shoppen im Supermarkt mit anschließender, lustiger Heimfahrt. Schwester Stefanie transportierte 15 Stück 0,66l Flaschen Ichnusa Bier in seinem Tankrucksack. Dieser Rekord steht noch nicht im Guinnessbuch der Rekorde. E-Bärle und Naked Gun erbarmen sich der Hausschlampe (Frühstücks Honda) und blasen all ihre Löcher durch. Nachdem wir ihr noch an ihrer Kerze herumspielen nimmt diese freiwillig wieder ihren Dienst auf und belästigt die Anwohner seitdem durch willenloses Schreien. Wir beschlossen an den Strand zu fahren und kleideten uns dementsprechend: Kurze Hose, T-Shirt und leichtes Schuhwerk. Naked Gun bevorzugte eine lange Jeans, dank der er die erste Hürde zum Strand nicht auf Anhieb schaffte und somit abreißen lassen musste. Auf die lebensgefährliche Flussüberquerung folgte das Eintauchen ins türkiesblaue Wasser – Gruß ans kalte, regnerische Deutschland. Als sich Naked Gun seinen Bumerang Anal intrudet perfektioniert E-Bärle die Wurftechnik und verpasst Schwester Stefanie fast einen neuen Haarschnitt. Ausklang des ersten Tages mit Grillmeister und gemütlichem Fernsehschauen. Nicht jeder konnte dem Film bis zum Ende folgen, da sich die endlosen Strapazen langsam aber sicher bemerkbar machten.

3. Tag: Mo. 18.10.04

Gediegenes Frühstück ohne Schweinebauch. Schmazaboobbele`s Gedenkausfahrt: Siniscola - Lode - Mamone - Bierkreuzung (war sauber aufgeräumt) - Bitti - Nuoro - La Traversa - Dorgali - Abstecher nach Cala Gonone (1. Herbrenunng der Brüder E-Bärle und Naked Gun) - Gola su Gorruppu - Metzgersche Basis. Trotz widriger Umstände: Ziegenscheiße, flüchtende Ziegen, toter - faul auf der Straße liegender Fuchs und suizidgefährdeter am Körper zerschellende Kamikazevogel (Danke Gregor für deinen Lederkombi, den du Naked Gun ausgeliehen hast). 2.Herbrennung der kommenden Stuntweltmeister (E-Bärle und Naked Gun) auf der Hausschlampe im freien Gelände - wenn man das noch Gelände nennen kann. Sozius E-Bärle verhielt sich hierbei völlig schmerzfrei und bekommt hiermit den Preis des bekloppd.de sten Sozius. Hiermit werfen wir unserem Präsi den Federhandschuh vor die Füße und fordern ihn zum Duell mit seiner Husqvarna + Sozius (Schwester Stefanie). Nach reifer Überlegung und eines weiteren Mirto, welchem ein deftiges Maultaschenessen vorausging - danke Schmazaboobbele - beendigen wir einen weiteren Tag mit Mirto und Ichnusa. Während dessen wartet Null Komma Josef noch auf Präsi, der noch nicht in Sardinien ist!

4.Tag: Di. 19.10.04

Fahrt über Olbia Monti Oschieri nach Morris um die Rennstrecke anzutesten…
Wir vergasen, dass die Sarden drei Stunden Mittag machen. Nach Rücksprache mit Anna (die Seele Sardiniens) wurde der Missstand geklärt und die Herbrennung auf der Rennstrecke auf den nächsten Tag verlegt. Anstelle der Rennstrecke fanden wir eine Nebenstrecke, welche diese Ausfahrt als wiederum geiles Erlebnis bereicherte. Daraufhin wurde der faule Tag ausgerufen, dem alle vier Brüder folge leisteten. Kurz entschlossen fuhren wir zum Strand und ließen uns die Sonne auf den Penis scheinen – schen iss. 1. offizielles Bumerangqualifikationswerfen mit klassischem Arschfaltenfangen (bisher noch kein geglückter Versuch – aber wir geben nicht auf). Nach einem schönen Grillabend fand auch dieser Tag ein schönes Ende.

5.Tag: Mi. 20.10.04

Endlich ist der Tag der Rennstrecke gekommen. 1. Angstschiss von Naked Gun mit anschließendem Kurzschluss in beiden Kortexhälften. Zügige Fahrt nach Morris. Nach einer kurzen Begrüßung und unterschreiben der Verzichtserklärung war freies Hacken angesagt. Schwester Stefanie und Bruder E-Bärle eröffneten das freie Rennen. Bruder Naked Gun machte währen dessen seinen 2. Angstschiss und fuhr mit mächtig viel Multofill in der Hose auf die Rennstrecke!!! Bereits nach der ersten Runde wurde ein Sarde dem Boden gleichgehackt. Nach lächerlichen vierzig Runden war der Multofill ausgehärtet und die Start- und Zielgerade konnte mit der optimal, aerodynamischen Position gefahren werden. E-Bärle wollte hoch hinaus und zauberte einen sauberen Highsider auf den glühenden Asphalt. Seitdem ist unser Kamerad leider unfruchtbar, da seine Cochones am Tank zerschellten (Herzliches Beileid an Dagi). Dafür hat er seit diesem Tag keinen Fußgeruch mehr. In einer schnellen Kurvenkombination feilte E-Bärle an einem neuen Belüftungssystem für seine Motorradschuhe. Dieses wurde sofort patentiert. S´Töpfle verpasste seiner Honda VFR ein neues Facelift und erleichterte sie um mindestens 50 Gramm (Fußrasten adee!!!). Als alle Krieger in der Boxengasse angekommen waren und das Grinsen nicht mehr aus unseren Gesichtern wich, wurde die Rennleitung schwach und gab uns eine kostenlose Verlängerung, die sofort in Anspruch genommen wurde. Nachdem Naked Gun keine Bremswirkung mehr hatte und die Bremsflüssigkeit kochte, erfand er eine neue ABS-ähnliche Bremstechnik. Vorderradbremse voll durchziehen und vergeblich auf Verzögerung warten. Während dessen zweimal nach unten schalten und den Klängen des stempelnden Hinterrades lauschen. Direkt danach den Arsch vom Sattel und nach dem stakkadierenden Geräusch in die Kurve werfen und freiwillig mit dem Beten beginnen. Um größere Verluste zu unterbinden, stoppte Schwester Stefanie das böse Treiben und führte uns heil zum Strand, wo wir unsere heißen Köpfe abkühlten. Kurz darauf wurde die erste Bummerangmeisterschaft auf Sardinien ausgetragen. E-Bärle wurde mit einem klassischen Arschabpraller Meister.

6.Tag: Do. 21.10.04

Guten Morgen Mirto!!! Mit mindestens zwei Promill im Blut wurde der Strandtag ausgerufen. Es war großes Faulenzen angesagt. Während Schwester Stefanie und s`Töpfle einen Schönheitsschlaf machten, verlegten E-Bärle und Naked Gun die Paris – Dakar – Rally nach Sardinien. Die Hausschlampe kämpfte sich durch Gestrüpp und Sand, bis ein romantischer Sonnenuntergang den Abend einläutete. Kurzes verweilen, ein gemütliches Bier und ein paar gezielte Bummerangwürfe, danach wurde der Heimweg angetreten. Schwester Stefanie und s´Töpfle stellten einen neuen Rekord im Getränkeholen auf. 30 Stück 0,66l Flaschen Ichnusabier und zwei Flaschen Mirto plus den restlichen Einkauf! Seit diesem Tag wird alles mit den Motorrädern transportiert. Um der Haushaltskasse etwas zu schaden, beschlossen die Brüder fein essen zu gehen. Kurz vor dem Schlafengehen, wurden die Motorräder noch in Fahrtrichtung geparkt.

7. Tag: Fr. 22.10.04

5.30 Uhr Weckdienst durch Schwester Stefanie. Heute werden alle restlichen Brüder eingesammelt und auf sardischem Boden feierlich in Galauniform begrüßt. Zuerst werden Präsi und Brennbruder am Fährhafen abgeholt. Präsi berichtet von mehreren ph 7 Platzrunden auf der Fähre während Brennbruder seine Erlebnisse nicht mehr rekonstruieren kann. Der letzte Sprinter wird ausgeladen und die Hausordnung wird auf 17 Punkte erweitert! Danach werden die Gastgeschenke überreicht: Lunchpaket (Plünderung von Schmazaboobbele`s Kühlhaus), neues Sprinterrücklicht, veredelter Grill (dank an Karle)… .Nach der Zimmervergabe geht es gemeinsam an den Strand. Präsi startet eine Kariere als Aktfotograf, während sich die restliche Truppe der starken UV-Strahlung aussetzt und sich in der glühenden Sonne grillen lässt. Um 14.00 Uhr geht es nach Olbia zum Flughafen um Don Promillo und Christl abzuholen. Endlich ist es soweit, alle acht Brüder haben den Transfer von Deutschland nach Sardinien geschafft. Drei Sprinter, neun Motorräder und ein Haufen Gepäck haben ihr Ziel:“ Auslandsbasis“ erreicht. In großer Runde werden die bisherigen Erlebnisse ausgetauscht. Es wurde noch viel gelacht und eine 400 km Tour für den morgigen Tag geplant. Brennbruder, Naked Gun und Präsi forderten Schwester Stefanie noch zu einem Mirtoduell auf, welches noch fatale Folgen haben sollte. Während Don Promillo verzweifelt sein Aspirin suchte (die er die ganze Zeit in der Hand hielt), beförderte sich Schwester Stefanie ins Nirvana. Was er dort erlebte war die Hölle. Christl beschwerte sich über zu laute Musik (2.00 Uhr – normal !!!). Dieser Abend ging im wahrsten Sinne des Wortes in die Analen ein.

8. Tag: Sa. 23.10.04

Schwester Stefanie erwacht von den Toten und hofft alles nur geträumt zu haben. Er beschließt das Frühstück auf den nächsten Morgen zu verschieben (wäggga? – könnt ihr ihn selber fragen). Nach einer weiteren kurzen Motorradinspektion von Naked Gun ging es dann um halb zehn auf die heiligen Straßen Sardiniens. Schon der erste Pass (von Siniscola nach St. Anna) brachte das Abendessen zurück. Don Promillo war so geschwächt, dass er in seiner geistigen Umnachtung Naked Gun sein Motorrad für eine weitere Passrunde zur Verfügung stellte (190 PS !!!). Über Lode, Mamone ging es direkt zur Bierkreuzung. Dort wurde der Flüssigkeitsstand aller Fahrer kontrolliert und bis zum Sichtfenster wieder aufgefüllt. Frisch gestärkt ging es dann über Bitti, Nuoro nach Dorgali. Dort wurde zum ersten Mal feste Nahrung mit 6 Litern Wasser aufgenommen (Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen sie ihren Arzt oder Apotheker). Als unser Präsi sein Augenlicht zurück gewann nahm das wilde Treiben seinen Lauf. Auf einer alten Bergrennstrecke hatte jeder die Chance seine Reifen anzuheizen. Auf dem Weg zur Passhöhe versuchte die FZS 1000 unseren Präsi in die ewigen Jagdgründe zu schicken, was ihr aber dank eines Schutzengels nicht gelang. Naked Gun versuchte verzweifelt Brennbruders Hinterrad zu erreichen. Der Gedanke: einmal das Gas länger als der Brennbruder stehen zu lassen, obwohl dessen Rücklicht lichterloh brannte, wurde sofort durch eine versteckte, hässlich hintervotzig gebaute Spitzkehre bestraft. Nach einer weiteren Erfrischung ging es dann gesittet nach San Theodoro zum Otzen glotzen. Naked Gun bevorzugte den zahnlosen Bürgermeister (118 Jahre alt). Ein kräftiges Abendessen stärkte die Gruppenmoral. Da sämtliche Mirtovoräte am Vorabend vernichtet wurden, haben wir eine gute Chance früh ins Bett zu kommen. Präsi besteht noch auf die Vergütung des Schutzengels auf den er zwei Flaschen Mirto trinken will.

9.Tag: So. 24.10.04

Auf ein Frühstück wurde verzichtet. Nachdem die Hektik fast alle Brüder in Besitz genommen hatte, ging es auf Sardiniens Straßen flott voran. Ziel dieser Expedition war die Suche nach den dunkelbraunen Otzen. Über Olbia, Costa Smeralda, Palau, Santa Teresa, Punta di li Francese ging es über Isala Rossa nach Tempio. Nach einem Mopedtausch ging es über Oschiri, Ozieri weiter nach Budduso. Brennbruder führte die Gruppe an und wurde jenseits der 200 Marke, direkt hinter einer Kuppe von einer roten Kelle (Carabinieri) zur Vollbremsung gezwungen. Die Carabinieris wollten lediglich die Führerscheine kontrollieren. Die Fahrt wurde zügig fortgesetzt um in einer Bar Rast zu machen. Dort erblickte Naked Gun voller Entsetzen seinen sardischen Zwillingsbruder (Dressed Gun). Dieser übernahm nach einem bekloppd.de Begrüßungsritual welches in die Geschichte Sardinien eingehen wird, die komplette Zeche aller Brüder. Auf das Angebot eine Runde mit seinem Bruder zu fahren, verzichtete er freiwillig, obwohl er selbst mit einem Subaru Bergrennen fährt. Zum Dank ließ Don Promillo noch etwas von seinem komplett abgefahrenen Reifen vor der Bar liegen. Wie immer lief die SP1 von Brennbruder mal wieder trocken (145 km mit einer Tankfüllung!). Dieses Mal war jedoch Naked Gun derjenige, der sie leer brannte. Dank einer modifizierten Einspritztechnik (Christels R1) wurde die SP1 aufgetankt und zur nächsten Tankstelle gefahren. Dann fuhren wir zurück Richtung San Teodoro, als uns hinter einer Rechts- Links Kombination die nächsten Carabinieris auflauerten. Diesmal waren die Brüder cleverer, hackten einen Gang zurück und ignorierten die Kelle. An unserer Stammkneipe tranken wir noch ein Abschlussbierchen und kehrten in die Auslandsbasis zurück.

10.Tag: Mo. 25.10.04

Großer Wartungstag war angesagt. Während Don Promillo und Christ`l die Zelte abbrachen und die Koffer packten, ging der Rest der Truppe zum Servicio Pneumatici. S`Töpfle und Naked Gun machten kurz zuvor einen Arztbesuch und wurden mit dem SAMS – Shuttle ebenfalls zum Servicio Pneumatici gebracht. Dort war fröhliches Reifenmontieren und Wuchten angesagt. Als alle Räder wieder eingebaut waren und keine Distanzhülse übrig war, gingen Präsi, S`Töpfle, Schwester Stefanie und E-Bärle zum Bummerangarschfangen an den Strand. E-Bärle erlang den Weltmeistertitel mit dem ersten, sauber eingesprungenen Arschfanger, wofür er in der A - Note und in der B – Note eine glatte 10,0 bekam. Präsi bekam wegen seiner Plotze geringfügige Abzüge in der B – Note. Vor lauter Frust über den zweiten Platz im Bummerangarschfangen begann unser Präsi mit den häuslichen Arbeiten: Abwasch und Wäsche aufhängen. Zur Feier des Tages gab es Tortellini alla panna. Jetzt kam auch die Gelegenheit um den Schutzengel ordentlich zu vergüten. Um 3.00 Uhr war Zapfenstreich.

11.Tag: Di. 26.10.04

Sehr angenehmes Wecken durch unseren Brennbruder (Christls Fliegeralarm blieb aus!!!). Nutenfrühstück: pro Nase zwei Aspirin und eine große Tasse Kaffee und Zigaretten. Dann ging es ab auf die Rennstrecke. Wir waren enttäuscht, dass der Streckenbesitzer Uccio Magnioli eine größere Fahne hatte als wir. Vor lauter Enttäuschung endete Naked Guns sechste Runde, mit einem quitschenden Damenfürzle, klassisch im Kiesbett. Wiedereinmal versuchte er sich an Brennbruders Hinterrad zu heften, der ihn kurz zuvor auf der Start- und Zielgeraden überholte. Schwester Stefanie beendete den Heffewetz, als er an der Hundertmetermarke zum Stillstand kam und vergebens auf die Kurve wartete. Uccio telefonierte daraufhin mit Baffoo Kartoooffffel (Schmazaboobbele) und beschimpfte E-Bärle noch mit „Bastardo“, weil er sein Berensen nicht auffing. Nachdem der Präsi auf Metall bremste und sein Sofa zerschliffen hatte beendeten wir die Materialschlacht und traten den Heimweg an. Beste Rundenzeit mit ca. 58 sec. fuhr unser Brennbruder mit Schwester Stefanies Ooooonda SP2. Auf dem Heimweg teilten wir die Gruppe. Schwester Stefanie, E-Bärle und S`Töpfle verwechselten ein paar Abzweigungen mit Hofeinfahrten und fanden nach ihrer Irrfahrt oinawäg die Auslandsbasis. Brennbruder und Präsi fühlten sich durch Naked Gun sehr gelangweilt. Wäre Naked Gun gelaufen, wäre er wahrscheinlich schneller gewesen als mit seinem S-Fraule. Trotz niedergekämpfter Bremsen schaffte es der Präsi, gezogen durch Brennbruder, Naked Gun bei jeder Kurve 20 Meter abzunehmen. Dies wäre ja noch zu verkraften gewesen, doch die Schmach fand kein Ende!!! Präsi und Brennbruder beschlossen Naked Gun aufschließen zu lassen, um ihm im Glauben zu lassen, dass er vielleicht doch Motorrad fahren kann. Dieser Glaube hielt jedoch nicht lange an, da es für Beide nur ein gemütliches Cruisen war, während Naked Guns S-Fraule ihr Bestes gab. Das Moped war willig, der Fahrer schlecht! Frustriert lahmte er den Brüdern hinterher und reinigte zur Strafe die Latrine (auch da, wo die WC-Ente nicht hinkommt). Unsere Starköche: E-Bärle und S`töpfle zauberten mal wieder ein fürstliches Essen auf den Tisch, da die Bruderschaft Hausgäste erwartete (tausend Dank für den mitgebrachten Nachtisch). Wenn die Portionen weiterhin so groß ausfallen, müssen wir unsere Sprinter auflasten… ! Der Abend mit Anna und Thomas verlief prächtig. Als die Gäste gegangen waren, hatten wir noch einen kleinen Umtrunk und gingen dann zu Bett.

12.Tag: Mi. 27.10.04

Selbständiges Erwachen aller Brüder. Schnell der erste Alkohol, damit es ein schöner Uffgwermda gibt. Das schlimmste was einem auf Sardinien passieren kann, ist ein Untermirto, der sich zuerst mit einem leichten Zittern bemerkbar macht. Nach dem Primärsyndrom folgen rasch die Sekundärsyndrome, die mit starker Übelkeit und einem totalen Verlust des Kleinhirns einhergehen. Der Übermirto hingegen führt zu verbalem Diarrhö, der nach einem kleinen Spuckerle sofort wieder aufhört. Ergo: ein Übermirto (beginnt erst ab 2 Flaschen Mirto pro Person) kann locker kompensiert werden, während der Untermirto schwerwiegende Folgen verursacht. Trotz ausgiebiger Suche nach Mirto, wurde er nicht aufgefunden. Zweite Regel auf Sardinien besagt, dass eine Flasche Mirto mit zehn Ichnusa oder zwanzig Null Koma Josef ersetzt werden kann. Nachdem sich die Brüder dieser Regel annahmen, beschlossen sie sich nicht herzubrennen, sondern ihre Mopeds in Olbia waschen zu lassen. Einer hatte verschlafen und fuhr über Dorgali Richtung Süden (genaueres ist nicht bekannt, da dieser Bruder in den Untermirto gefallen ist und erst bei Einbruch der Dunkelheit die Auslandsbasis wieder gefunden hat). Bei einem geselligen Abend hatten alle Brüder wieder die Chance ihren Mirtospiegel zu halten.

13.Tag: Do. 28.10.04

Eine ausgiebige Ausfahrt steht planmäßig an, wird aber jedoch am Mittag aufgrund einsetzendes Regens abgebrochen. Die Brüder beschließen den entgangenen Spaß einer Herbrennung durch eine Herbrennung der besonderen Art zu kompensieren. Bei feuchten und lustigen (selbst gesungenen Liedern) brennen sich die Brüder alle bis spät in Nacht die Kehle her. Brennbruder und s`Töpfle geben vom vielen Singen gezeichnet dann doch noch vor Tagesanbruch der Schwerkraft nach. Naked gun, Schwester Stefanie, Ebärle und Präsi beschließen den Rest der Nacht am Strand zu verbringen um dort ein bewährtes Gerstensaft Frühstück zu genießen. Der Weg von der Auslandsbasis zum Strand bescherte den 4 Brüdern aufgrund des alkoholischen Geistes nur kleinere Zwischenfälle. Ebärles Schlafsack versuchte den Präsi als Sozius von Schwester Stefanie vom Frühstücksmoped zu holen als er sich am Boden baumelnd dann doch (unerwartet) im Hinterrad der Frühstücksmaschine verfing. Glücklich am Strand angekommen gab es dann den einzigen Unfall bei dem Blut vergossen wurde. Präsi der unter leichten Störungen seiner Feinmotorik litt kam beim Abstiegsfußmarsch zum Strand zu Fall und blessierte sich am linken Fuß. Dank der späten Reaktion und damit ausgeschlossenen Fehlreaktionen konnte hier größerer gesundheitlicher Schaden vermieden werden. Das Nachtbad hat natürlich mit seiner heilenden Wirkung auch hier größere Nachwehen vermieden und somit zu einer rundum gelungenen Aktion geführt. Nachdem Gerstensaftfrühstück am Strand musste ein Notruf zur Auslandbasis abgesetzt werden. Brennbruder musste die 4 gestrandeten Brüder dann mit einem Sprinter abholen da sich das Gepäck irgendwie über die Nacht auf wundersame Weise vermehrt hatte.

14.Tag: Fr. 29.10.04

Heute sind die Brüder fast alle in Aufbruchstimmung. Einige kämpfen noch mit dem Entzug des vornächtlichen Gesanges, raffen sich aber dann nach einigen Konterbierchen doch noch auf. Alle Motorräder werden in die drei Sprinter verladen. Erste Bedenken von Schwester Stefanie das die Brüder aufgrund der Nachwehen mit dem Beladen nicht fertig werden erwiesen sich im Nachhinein als unberechtigt. Jetzt wird noch die Auslandsbasis gereinigt und schon geht es ab nach Olbia. Bevor die Brüder sich jedoch in den großen Bauch der Fähre begeben werden noch Mirtovorräte aufgefüllt. S`Töpfle muß auch noch seinen „Tripa“ kaufen. Ohne größere Zwischenfälle begeben sich alle Brüder in die Fähre wo sie dann bei einigen Bierchen Ihrer Müdigkeit ergaben und sich in die Kojen zurückzogen.

15.Tag: Sa. 30.10.04

Die Brüder werden morgens um 06:00 Uhr von der Fähre in Livorno ausgespuckt und hacken sich wild zurück zur Basis in Winterbach. In Winterbach werden alle Brüder mit einen Begrüßungsbanner auf der Brücke der B29 herzlich an der Basis empfangen wo alle gesund und munter angekommen sind. An der Basis gab es einen herzlichen Empfang natürlich mit dem frisch mitgebrachten Mirto. An dieser Stelle einen herzlichen Dank an die guten Seelen die sich zu Hause Sorgen gemacht, und dem herzlichen Empfang vorbereitet haben. DANKE.


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